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Pflegediagnosen klinikweit erfolgreich eingeführt

 

An der Klinik Taufkirchen (Vils) handelt es sich bei der pflegerischen Behandlung um einen aktiv geplanten und reflektierten Prozess. Als Grundlage der Beschreibung pflegerischer Einschätzungen von gesundheitsbezogenen Verhaltens- und Reaktionsweisen dienen Pflegediagnosen nach dem Klassifikationssystem POP® (PraxisOrientierte Pflegediagnostik) von Stefan, Allmer, Eberl et al..

In einem zweijährigen Projekt (Dezember 2007 – Dezember 2009) wurde die Basis geschaffen, um klinikweit alle dreijährig examinierten Mitarbeiter des Pflegedienstes zu befähigen, den pflegediagnosenorientierten Pflegeprozess in die Praxis umzusetzen. Neben der Vermittlung von fachlich-methodischen Kenntnissen war es hierbei ein Anliegen, den Wechsel von einem bio-medizinisch geprägten Denken hin zu einer Betrachtung der individuellen Reaktionsmuster auf Krankheits- bzw. Gesundheitszustände der zu behandelnden Patienten einzuleiten.

 

Auf den Stationen wird sowohl mit pflegediagnosenorientierten Pflegeplanungsstandards, die im Sinne von Praxisstandards von den jeweiligen Mitarbeitern entwickelt wurden, als auch mit frei formulierten Planungen gearbeitet. Dies gewährleistet, dass auch auf Stationen mit kurzer durchschnittlicher Verweildauer der Patienten die Verwendung von Pflegediagnosen als Arbeitserleichterung empfunden wird und die pflegerische Behandlung adäquat geplant und dokumentiert wird.

 

Um die pflegediagnostischen Kenntnisse der Mitarbeiter in Breite und Tiefe weiter zu erhalten und auszubauen, sind entsprechende Veranstaltungen fester Bestandteil des klinikinternen Fortbildungsprogramms.

Das zweitägige Seminar „Pflegediagnosen – Grundlagen und Praxis“ vermittelt, wie der Name schon sagt, Grundlagen bzgl. Pflegeprozess, Pflegediagnosen und der praktischen Arbeit damit.

Die Veranstaltungsreihe „Pflegediagnostische Fallbesprechung“ hingegen setzt auf diesem Grundlagenwissen auf und hat zum Ziel, kritisches Denken und eine klinische Urteilsbildung im pflegediagnostischen Prozess einzuüben und zu vertiefen.

Verzahnt ist dies mit dem Curriculum der am Hause angesiedelten Krankenpflegeschule, an der ebenfalls die pflegediagnosenorientierte Pflegeplanerstellung gelehrt wird.

 

Das Projekt fand bundesweit Beachtung und wurde mit dem ersten Platz beim bayerischen psychiatrischen Pflegepreis des VdP Psych Bayern e.V. und dem dritten Platz beim Bundespflegepreis des BFLK (Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V.) gewürdigt.

 

Christian Hampel

Wissensmanagement und Personalentwicklung

 

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