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Symbolische Schlüsselübergabe:
Robert Thelhammer, Bauleiter, KlinikTaufkirchen, Joachim Ganz, Architekt, Jörg Hemmersbach, Geschäftsführer Isar-Amper-Klinikum, Leitender Ministerialrat Karl Heinz Arians, Bay. Sozialministerium, Martin Spuckti; Vorstand Kliniken des Bezirks Oberbayern-Kommunalunternehmen, Josef Mederer; Bezirkstatgspräsident Oberbayern, Hermann Schmid, Pflegedirektor der Klinik Taufkirchen, Prof. Dr. Matthias Dose, Ärztlicher Direktor der Klinik Taufkirchen, (von links nach rechts)

 

Frauen-Forensik in Taufkirchen eröffnet

Mehr als 250 Gäste aus Medizin, Pflege, Politik und Justiz feierten mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik Taufkirchen die offizielle Eröffnung des Neubaus mit 5 Stationen für die Frauen-Forensik. Nach nur zweijähriger Bauzeit wurde dieser 25 Millionen Euro teure Neubau fertig gestellt. Zukünftig können dort 120 Patientinnen behandelt werden.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer erinnerte in seiner Rede an den langen Vorlauf, bis der Neubau wirklich umgesetzt werden konnte. Insbesondere dankte er Prof. Matthias Dose, Ärztlicher Direktor der Klinik Taufkirchen, der die Zweifel und Ängste der Bevölkerung vor einer Vergrößerung der Forensik ernst nahm und in öffentlichen Diskussionen wie auch im unter Beteiligung von Gemeinderäten und Forensik-Gegnern gegründeten „Forensik-Beirat“ zu einer Versachlichung der Diskussion, Offenheit und Transparenz beitrug „Ihr Engagement kann man nicht groß genug hervorheben, denn Sie haben die Kritiker intensiv in die Planungen einbezogen und somit auch vom Neubau überzeugen können“, so Mederer.

Karl-Heinz Arians, Leitender Ministerialrat des Sozialministeriums betonte in seiner Rede die Sicherheitsaspekte der neuen Klinik. Im Vordergrund stünden immer die nachvollziehbaren Sicherheitsinteressen der Bevölkerung, die durch den Neubau gewahrt würden. Dennoch integriere sich das neue Gebäude harmonisch in das Gelände und wirke nicht wie ein Gefängnis. Der Neubau sei dringend notwendig, denn die bisherigen Rahmenbedingungen seien weder für Patienten noch für Mitarbeiter auf Dauer tragbar. Besonders hob Arians die Mutter-Kind-Station in der neuen Forensik  hervor. Mütter mit Kindern bis drei Jahre könnten in der Forensik leben, wobei aber immer das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen müsste. Dafür werde die Klinik noch ein Konzept mit dem Jugendamt des Landkreis Erding erarbeiten, so Arians.

Martin Spuckti, Vorstand des Kliniken des Bezirks Oberbayern-Kommunalunternehmens betonte den gelungenen Kompromiss zwischen Therapiemöglichkeiten und Sicherheit, den der Neubau erfülle. Er dankte auch BTP Mederer und Herr Arians, die alle Verhandlungen fair geführt hätten. Die auf Grund steigender Einweisungszahlen notwendige Erhöhung der geplanten Betten im Neubau von 88 auf 110 sei nach der notwendigen sachlichen Abwägung schnell umgesetzt worden.

Jörg Hemmersbach, Geschäftsführer des Isar-Amper-Klinikums dankte in seiner Rede allen Beteiligten für die gelungene und zweckdienliche Zusammenarbeit, die diesen Neubau ermöglicht habe. Er lobte auch die Patientinnen, die die bisherigen engen Räumlichkeiten geduldig ertragen haben. Der  Neubau mit seinen hellen und großzügigen Räumen biete jetzt Raum für moderne Therapien.

Prof. Dose hob in seiner Rede die Besonderheit der Arbeit in einer Forensik hervor. „Sie, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen den Spagat zwischen therapeutischer Nähe und professioneller Distanz gleichermaßen schaffen. Die Patientinnen brauchen die Nähe, um therapeutische Fortschritte machen zu können. Die Mitarbeiter brauchen aber genauso die kritische Distanz, um Patientinnen bezüglich Sicherheitsapekten und Lockerungskriterien beurteilen zu können.“, so Dose. Diese Professionalität, so Prof. Dose,  sei ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Therapie.

 

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