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kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen nun für Frauenforensik in ganz Bayern zuständig

Taufkirchen, 1. Dezember 2012

Das kbo-Isar-Amper Klinikum Taufkirchen ist nun auch offiziell die zuständige bayerische Einrichtung für die Behandlung von Frauen im Maßregelvollzug. Dies geht aus dem neuen Vollstreckungsplan für den Freistaat Bayern (in der Fassung vom 25. November 2011) hervor.

Der Vollstreckungsplan wird vom „Bayerischen Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz“ erstellt und regelmäßig aktualisiert. In diesem Vollstreckungsplan ist genau geregelt, wo Jugendarrest oder Jugendstrafen, Freiheitsstrafen aber auch freiheitsentziehende Maßregeln zu vollstrecken sind. Bisher war geregelt, dass „bei Verurteilten weiblichen Geschlechts“ die Maßregel „vorrangig“ für „Aufnahmen aus den Bezirken Ober- und Niederbayern“ im kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) zu vollziehen ist. Nach der neuen Fassung ist die Maßregel bei Frauen „grundsätzlich“ in Taufkirchen zu vollstrecken. Dabei ist aber deren „Belegungsfähigkeit“ zu berücksichtigen. Überbelegungen, wie sie vor der Eröffnung des Forensik-Neubaus im April dieses Jahres üblich waren, als es „offiziell“ nur vier Stationen mit 62 Plätzen gab, sollen dadurch vermieden werden.

Auf Wunsch der Leitung des Taufkirchener Fachklinikums Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik wurde auch festgelegt, dass Verlegungen in andere Forensische Kliniken zur Förderung der Resozialisierung (wenn eine bestimmte „Lockerungsstufe“ erreicht wurde) möglich sind. Prof. Dr.  Matthias Dose, Ärztlicher Direktor des Klinikums und des Maßregelvollzugs: „Wir sind als spezialisierte Einrichtung für straffällige psychisch kranke und suchtkranke Frauen anerkannt und bieten gute und erfolgreiche Therapie an.“ Gleichzeitig soll aber die soziale Wiedereingliederung in den Alltag wenn möglich heimatnah erfolgen. „Hier arbeiten wir mit den forensischen Abteilungen in ganz Bayern kollegial und erfolgreich zusammen“, so Dose.

Mit dem neuen Vollstreckungsplan ist das kbo-Isar-Amper Klinikum Taufkirchen sehr zufrieden. „Unsere Zuständigkeit ist nun auch formal geregelt, möglichen Überbelegungen ist vorgebeugt und eine wohnortnahe Resozialisierung berücksichtigt“, so Prof. Dr. Dose. Die frauenforensische Abteilung ist derzeit – bei 154 Planbetten – mit 148 Frauen belegt. Die Abläufe auf den im April bezogenen fünf Stationen des Neubaus haben sich gut eingespielt. Die bisher geschlossenen Stationen (Haus 4, 1. und 2. Stock längs der Bräuhausstrasse) werden derzeit nach über 13-jähriger „Intensivnutzung“ durch ständige Überbelegung „generalüberholt“ und werden (wahrscheinlich ab Frühjahr 2012) den derzeit provisorisch im ehemaligen Personalwohnheim untergebrachten Patientinnen als offene Forensikstationen zur Verfügung stehen. Mit insgesamt 154 Plätzen auf sieben Stationen wird die kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen dann Deutschlands größte und einzige Forensische Klinik für Frauen sein.  

 

 

 

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