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Firmgruppe informiert sich über Drogensucht – erschütternde Lebensbeichte eines Patienten

 

Andreas Müller (Name geändert) hat alles verloren: Freunde, Arbeit und sogar seine Familie. Offen und frei erzählte der Suchtpatient den fast 30 Firmlingen aus Dorfen über die vielen Tiefen und die wenigen Höhen in seinem Leben. „Ihr müsst aufpassen und dürft mit den Drogen erst gar nicht anfangen“ riet der 34jährige den Mädchen und Jungen. „Macht es mir nicht nach, man braucht die ganzen Drogen nicht“. Mit 12 Jahren fing seine Drogenkarriere an, zunächst rauchte er Hasch und trank Alkohol. auch davor warnt er nun: „Hasch ist für viele Abhängige eine Einstiegsdroge für härtere Sachen, lasst die Finger davon“. Auch Fachpfleger Gerhard Pfeffer, der den Besuch organisierte  wies darauf hin, dass es keine harmlosen Drogen gibt. „Drogenkarrieren beginnen immer scheinbar harmlos, aber davon dürft ihr euch nicht täuschen lassen“.

Auf eigenen Wunsch hatten die Jugendlichen den Besuch organisiert und das Klinikum angefragt. „Wir haben uns überlegt, was uns wirklich interessieren würde und sind einstimmig auf das psychiatrische Klinikum gekommen“ erzählten die Jungen und Mädchen. „Mit unseren Firmgruppen sind schon öfters im Klinikum gewesen, und das Thema Drogen ist leider immer aktuell“ meinte Cäcilie Moser, die Firmgruppe leitet.  Aufklärung sei notwendig, und niemand könne das besser als ein betroffener Patient. „Wenn die Jugendlichen hören, welchen Folgen Drogen wirklich haben, ist die Abschreckung hoch“ erklärt sie Moser.

Durch die Drogensucht rutschte der 34jährige auch immer stärker immer in die Kriminalität ab. „Am Ende habe ich selbst gedealt und wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt - ein absoluter Schock“. Im Gefängnis selbst wurde ihm bewusst, dass er dringend clean werden muss. Aber er brauchte mehrere Jahre, bis er eine Therapie anfing. Jetzt hofft er, dass er auch wirklich ohne Drogen leben kann.

 Das Gespräch mit dem Patienten  wirkte bei den Jugendlichen lange nach. „Ich bin immer noch erschüttert über seine Lebensbeichte. Ich hoffe, dass er nun noch die Kurve kriegt und ein normales Leben beginnen kann“ berichtet ein 13jähriges Mädchen. „Jetzt weiß ich, dass ich nie Drogen nehmen werde, denn das bringt gar nichts“ ergänzte ein 14jähriger. Genau das war das Ziel von Herrn Müller: „Wenn ich nur einen davon abhalten kann, Drogen zu nehmen, habe ich etwas erreicht“.

 

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