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Von links nach rechts: Susanne Enchelmayer-Kieser, Klinik Löwenstein gGmbH (5. Preis); Kirsten Sartorius, Rheinhessen-Fachklinik Alzey (4. Preis); Uwe Petersen, Klinikum Niederberg Velbert gGmbH (3. Preis); Prof. Dr. Konrad Selbmann, Mitglied der unabhängigen Jury; Günter Bichlmaier, kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (2. Preis); Yvonne-Madeleine Gothan, Klinik Hohe Mark (1. Preis); Maren Deringer und Prof. Dr. phil. Winfried Zinn, beide Gesellschafter der „Forschungsgruppe Metrik Damm Deringer & Zinn GbR“.

„MetrikAward 2012“ – 2. Preis geht nach Taufkirchen!

Taufkirchen, April 2012

Das kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) hat Anfang des Jahres ein Projekt für den „MetrikAward 2012“ eingereicht. Dem Klinikum wurde nun in Fulda der 2. Preis für das Projekt „Patientenzufriedenheitsbefragung in der Forensik“ verliehen.

Dabei wurde das innovative Bestreben des Taufkirchener Fachkrankenhauses für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin „Patientenzufriedenheit auch im Maßregelvollzug zu erfragen, zu evaluieren und durch stringente Arbeit zu erhöhen“ gewürdigt. In Taufkirchen soll eine doppelt stigmatisierte Klientel – „psychisch bzw. suchtkrank und straffällig“ – den „normalen“ Psychiatrie-Patienten gleichgestellt werden. Erreicht werden soll, dass auch die in Taufkirchen forensisch untergebrachten Frauen – natürlich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der dadurch bedingten Anforderungen zum Schutz der Allgemeinheit – mit Ihrer Behandlung und ihren Lebensverhältnissen so zufrieden wie möglich sind.

Die gesonderte Patientenbefragung im Maßregelvollzug findet in Taufkirchen seit dem Jahr 2010 statt. Dabei können sich die Ergebnisse naturgemäß nicht mit denen in der Allgemeinpsychiatrie messen, schließlich sind die Patientinnen alle auf unfreiwilliger Grundlage in der Klinik und zudem sehr lange untergebracht. So bewerteten im Juli 2011 nur 44,1 Prozent der Patientinnen, die sich an der Umfrage beteiligten, den Fachbereich Forensik als „sehr gut bzw. gut“ (in der Allgemeinpsychiatrie wurde die Klinik zuletzt bereits drei mal in Folge von weit über 80 % der Patienten als „hervorragend bzw. gut“ bewertet). Aber etwa dreiviertel (73,5 %) der Frauen erleben den „Maßregelvollzug im Vergleich zur Justizvollzugsanstalt“ als „besser“.

Die „Forschungsgruppe Metrik“ ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Zufriedenheitsanalysen im Gesundheitswesen. Laut Internetseite haben sich „mehr als 700 Einrichtungen aus diesen Bereichen (…) für die vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit Metrik entschieden. Damit hat „Metrik“ bereits mit etwa jedem dritten Krankenhaus in Deutschland zusammen gearbeitet.

Laut Ausschreibung soll mit der Auszeichnung „MetrikAward“ derjenige belohnt werden der „die effektive Umsetzung von Befragungen gewagt hat“.

Den 1. Preis gewann die Klinik Hohe Mark (Oberursel) für das Projekt „Verbesserung der Abläufe im Bereich der Aufnahme“. Das kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) war übrigens als einziger Gewinner kein Metrik-Kunde.

 

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