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Plötzlich unheilbar krank – kWer-Theater präsentiert „Korea-Der Weg in dir“ am 5. Mai in Taufkirchen (Vils) im Bürgersaal

Taufkirchen, April 2012

Gerade mal 25 Jahre ist Nina alt, als ihr ein Arzt  eine niederschmetternde Diagnose stellt:  Chorea Huntington, früher auch als „erblicher Veitstanz“, international heute als „Huntington-Krankheit“ bekannt.  Alle ihre Zukunftspläne sind mit einem Schlag hinfällig, alle ihre Träume und Hoffnungen sind scheinbar vorbei. Das Theaterstück „Korea -  der Weg in dir“  der Regisseurin Selma Mahlknecht ist eine tiefsinnige Geschichte um Liebe, Freundschaft, Krankheit und Tod.  Den Zuschauern stellen die Schauspieler auch die Frage, wie sie selbst mit Leid, Krankheit und Tod umgehen möchten. „Die Schauspieler schaffen es eindrucksvoll, eine seltene und gerne verdrängte Krankheit und die damit verbundenen Probleme ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen“, betont Prof. Dr. Matthias Dose, Ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen und Leiter des „Huntington-Zentrum Süd“. Denn die Diagnose trifft nicht nur Ninas Planung, sondern auch die ihrer Freunde. Alle müssen lernen, sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen. Einfach ist das nicht. „Die Huntington-Krankheit ist eine erbliche Krankheit des zentralen Nervensystems. Durch ein verändertes Gen kommt es zum fortschreitenden Absterben von Nervenzellen. Psychische Veränderungen, das Nachlassen geistiger Fähigkeiten und unkontrollierbare Körperbewegungen bis hin zu völliger Pflegebedürftigkeit sind die unaufhaltsamen Folgen“ erläutert Prof. Dose die Erkrankung. Das Klinikum Taufkirchen verfügt seit über zehn Jahren über eine Station für Huntington-Patienten, die aus dem gesamten süddeutschen Raum kommen. Die Krankheit tritt mit erkennbaren Symptomen meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr aus, kann aber auch schon Kinder betreffen. Obwohl das für die Erkrankung verantwortliche veränderte Gen schon 1993 identifiziert werden konnte und intensiv geforscht wird, ist bis heute eine an den Ursachen der Erkrankung ansetzende (kausale) Behandlung nicht möglich. Mit Medikamenten können psychische und neurologische Symptome gebessert, durch Krankengymnastik, Sprachtraining und psycho-soziale Betreuung (auch der Angehörigen) die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien erhalten und gefördert werden. Diesen Zielen ist unter anderem die „Huntington-Gruppe Bayern“ als Selbsthilfegruppe verpflichtet, die sich an 5./6. Mai in Taufkirchen trifft und – unterstützt vom Isar-Amper-Klinikum – das kWer-Theater eingeladen hat.

Das Südtiroler Kwer-Theater tritt am Samstag, den 5. Mai um 11.00 Uhr im Bürgersaal Taufkirchen auf. Einlass ab 10h30. Karten gibt es zum Preis von 10 € (Erwachsene) bzw. 5 € (Studenten, Schüler, Betroffene und Angehörige) im Bürgersaal. Im Anschluss an die Aufführung (Bewirtung in der Pause) besteht die Möglichkeit zur Diskussion mit der Autorin, dem Ensemble, Fachleuten und Betroffenen.

 

 

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