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Postkongress renommierter Pflegewissenschaftler in Taufkirchen

Taufkirchen, Mai 2012

Hoher Besuch im Klinikum Taufkirchen: Im Anschluss der „International Orem Society-Pflegeweltkonferenz“, die dieses Jahr mit mehreren Hundert Teilnehmern in Luxemburg stattfand, besuchten die renommierten Pflegewissenschaftlerinnen  Dr. Kathie Rennpenning, (Canada, Präsidentin der IOS), Prof. Dr. Susan Taylor (USA), Prof. Dr. Beth Geden (USA) und Prof. Dr. Olaf Scupin, Fachhochschule Jena das Klinikum Taufkirchen. Der Austausch über die Weiterentwicklung der Pflege und die Information über die Erkrankung Chorea Huntington standen im Mittelpunkt des zweitägigen Besuchs. „Wir arbeiten seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll mit Prof. Scupin zusammen. Für uns ist der Besuch der Pflegewissenschaftler auch eine Anerkennung unserer eigenen Arbeit“ freut sich Pflegedirektor Hermann Schmid. Er erinnerte dabei auch an den Welt-Tag der Pflege, der am 12. Mai stattfand.  
Bereits während des Empfangs im Taufkirchner Wasserschloss begann ein lebhafter Austausch. Hermann Schmid führte durch den Abend, an dem unter anderem Bürgermeister Franz Hofstetter, der als Bezirkstagsmitglied auch den Bezirk Oberbayern repräsentierte und Dr. Margitta Borrmann-Hassenbach als Vertreterin des kbo teilnahmen. Prof. Dr. Matthias Dose, Ärztlicher Direktor und Leiter des Huntington-Zentrums Süd referierte über die Erkrankung, den Stand der Forschung und die Behandlungsmöglichkeiten. Die Pflegewissenschaftler interessierten sich insbesondere für Behandlungsmöglichkeiten und die Einbindung der Angehörigen in die Therapie. „Huntington betrifft nicht nur die Patienten, sondern in sehr starkem Maße auch die Angehörigen. Die Angehörigen werden so eng wie möglich in die Behandlung integriert“, betonte Prof. Dose

 Der zweite Tag des Besuchs stand ganz im Zeichen der Huntington – Station. Die Stationsleitungen Roy Limpert und Andrea Huber erläuterten den Gästen das Pflegekonzept. „Erlaubt ist alles, was hilft“ ist der Leitsatz der Station“ erläuterte Limpert. Entsprechend sind alle therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen darauf abgestimmt, die Situation der Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. „Die Anforderungen an die Pflegekräfte auf der Huntington-Station sind hoch: Neben den psychiatrischen müssen auch die somatischen Anforderungen zu berücksichtigen“ betonte Schmid. „Für uns ist es sehr interessant zu sehen, wie die Pflege auf die besonderen Herausforderungen reagiert“ fasste Dr. Rennpenning die Eindrücke zusammen. Gerade die vielfältigen Beratungsaufgaben, die die Pflege übernimmt, beeindruckten die Gäste. „Die Pflege arbeitet vorbildlich und hat in ihrer Arbeit die Patienten und Angehörigen gleichermaßen im Auge“ sagte Prof. Scupin zum Abschluss des Besuchs.  „Der Austausch zwischen Pflegewissenschaftlern und unseren Mitarbeitern war intensiv und für beide Seiten gewinnbringend“ zog Pflegedirektor  Schmid ein positives Fazit des Besuchs. Außerdem wurde ein pflegefachlicher E-mail Austausch vereinbart.

 

Infoblock Huntington

Chorea Huntington, auch bekannt als „Veitstanz“, ist eine nicht heilbare Erkrankung. Durch ein verändertes Gen kommt es zum fortschreitenden Absterben von Nervenzellen. Psychische Veränderungen, das Nachlassen geistiger Fähigkeiten und unkontrollierbare Körperbewegungen bis hin zu völliger Pflegebedürftigkeit sind die unaufhaltsamen Folgen.  Das Klinikum Taufkirchen verfügt seit über zehn Jahren über eine Station für Huntington-Patienten, die aus dem gesamten süddeutschen Raum kommen. Die Krankheit tritt mit erkennbaren Symptomen meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr aus, kann aber auch schon Kinder betreffen. Obwohl das für die Erkrankung verantwortliche veränderte Gen schon 1993 identifiziert werden konnte und intensiv geforscht wird, ist bis heute eine an den Ursachen der Erkrankung ansetzende (kausale) Behandlung nicht möglich. Mit Medikamenten können psychische und neurologische Symptome gebessert, durch Krankengymnastik, Sprachtraining und psycho-soziale Betreuung (auch der Angehörigen) die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien erhalten und gefördert werden.

Hoher Besuch aus den USA und Canada im Klinikum Taufkirchen

 

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