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Sitzend von links: Bettina Kellner, Brigitte Bornschlegl (beide Jugendamt Erding), Sonja Scholpp (PI Dorfen), Dr. Anette Binder (Oberärztin). Stehend von links: Franz Lex (Vertreter des Klinikdirek-toriums), Günther Badura (Pflegedienstleiter Forensik), Richard Hiermer (stv. Sicherheitsbeauftrag-ter), Hermann Schmid (Pflegedirektor), Prof. Dr. Matthias Dose (Ärztlicher Direktor), Ulrich Milius (Leiter der PI Dorfen), Markus Kronawitter (Sicherheitsbeamter der JVA Landshut), Günter Bichl-maier (Sicherheitsbeauftragter), Maximilian Gromes, Peter Stadick (beide Jugendamt Erding).

Pressemitteilung

Sicherheitskonferenz in der forensischen Abteilung des kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils) - Weiterhin keine Gefährdung der Öffentlichkeit – Mutter-Kind-Einheit mit Jugendamt Erding besichtigt

 

Auch 2011 war wieder ein Jahr, in dem in der forensischen Abteilung des kbo-Isar-Amper-Klinikums Taufkirchen (Vils) gut gearbeitet wurde. Das wurde bei der jährlichen Sicherheitskonferenz deutlich, an der Ende Mai neben Vertretern von Polizei und Justiz diesmal auch Leitung und Mitarbeiter des Jugendamts des Landratsamts Erding teilnahmen.

Die Klinik stellte alle sicherheitsrelevanten Vorkommnisse vor, dazu einige wichtige Zahlen und Statistiken. Im Jahr 2011 kam es wiederum zu keiner einzigen Entweichung aus dem gesicherten Bereich – der letzte Ausbruch war 2004. Es kam zu nur zwei Lockerungsmißbräuchen (bedeutet – im Unterschied zu einer „Entweichung“ aus dem geschlossenen Bereich, dass eine bereits gewährte Freizügigkeit, z.B. Ausgang, missbraucht wird). Eine Patientin, die sich im Rahmen eines genehmigten begleiteten Gruppenausgangs von der Gruppe entfernt hatte, konnte innerhalb von fünfzehn Minuten in Taufkirchen aufgefunden und in die Klinik zurückgebracht werden. Die zweite Patientin war bereits im so genannten „Probewohnen“ in der Nähe von München untergebracht und in die dortige Einrichtung nicht mehr zurückgekehrt. Diese Patientin wurde am Folgetag von der Polizei festgenommen und wieder zurück nach Taufkirchen gebracht.

Ansonsten wurde über einige wenige Patientinnen berichtet, die im geschlossenen Bereich der Klinik durch Aggressionshandlungen auffällig wurden und werden.

Ulrich Milius, Leiter der Polizeiinspektion Dorfen, konnte jedoch bestätigen, dass bei den genannten Vorkommnissen auch 2011 zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für die Öffentlichkeit bestand.

„Der Neubau hat sich – nach Zeiten der drangvollen Enge durch die Überbelegung der Stationen im „Altbau“ – gut bewährt“, so Prof. Dr. Matthias Dose, ärztlicher Direktor des kbo-Isar-Amper-Klinikums Taufkirchen (Vils) und Leiter des Maßregelvollzuges. Auf Grund steigender Zuweisungszahlen (bei über die Jahre konstant bleibenden Entlassungen nach erfolgreich abgeschlossener Behandlung) sind die bestehenden Kapazitätsgrenzen bereits wieder erreicht. Hier wird – in Absprache mit den „heimatnah“ gelegenen Einrichtungen des Maßregelvollzuges – nach Lösungen gesucht, um die Resozialisierung und –integration von Patientinnen mit entsprechender „Lockerungsstufe“ in diesen Einrichtungen weiterzuführen und so Möglichkeiten einer Entlastung der Taufkirchner Klinik zu schaffen.

Derzeit sind 160 Frauen in der Taufkirchener Forensik untergebracht, davon allerdings 20 bereits heimatnah im „Probewohnen“. Sie kommen nur alle zwei Wochen für eine Nacht nach Taufkirchen, um während ihrer Anwesenheit mit den zuständigen Therapeuten die nächsten Schritte der Behandlung abzusprechen und die Einhaltung erteilter therapeutischer Auflagen zu überprüfen. Für die 43 Patientinnen, die 2011 entlassen werden konnten, betrug die durchschnittliche Aufenthaltszeit in Taufkirchen knapp 26 Monate.

Im Anschluss an die Sicherheitskonferenz fand eine Begehung des Forensik-Neubaus statt. Hier wurde mit Vertretern des Jugendamts Erding die geplante Mutter-Kind-Einheit besichtigt, für die –in enger Abstimmung mit dem Jugendamt in Erding – ein mittlerweile vom Sozialministerium gebilligtes Konzept entwickelt wurde, so dass künftig die Möglichkeit besteht, Mütter mit Kindern bis zu 3 Jahren auf dieser Station zu betreuen. Die Vertreter des Jugendamtes waren von der Helligkeit und räumlichen Großzügigkeit der MuKi-Einheit überrascht und konnten die Eignung der Räume bestätigen.

 

Isar-Amper-Klinikum gemeinnützige GmbH

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