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Stehend von links: Robert Thalhammer (Leitung Technischer Dienst), Franz Lex (Verwaltungskoordinator), Dr. Ralf Marquard (Chefarzt Psychiatrie), Richard Hiermer (stv. Sicherheitsbeauftragter), Markus Kronawitter (JVA Landshut), Günter Bichlmaier (Sicherheitsbeauftragter), Günther Badura (Pflegedienstleiter Forensik): sitzend von links: Hermann Schmid (Pflegedirektor), Sonja Scholpp (Polizeiinspektion Dorfen), Heide von Günther (Bauverwaltung, Bezirk Oberbayern), Verena Klein (Leitung Maßregelvollzug)

Forensik Taufkirchen (Vils) sicher - Sicherheitskonferenz belegt gute Zusammenarbeit mit Polizei

Taufkirchen (Vils), Mai 2015

Die Sicherheit in der Taufkirchener Forensik ist nach wie vor gewährleistet. Das ist das Ergebnis der diesjährigen „externen Sicherheitskonferenz“ im kbo-Isar-Amper-Klinikum Taufkirchen (Vils). Verena Klein, Leiterin des Maßregelvollzugs, begrüßte eine Vertreterin der Bezirksbauverwaltung sowie fachkundige Repräsentanten der Polizeiinspektion Dorfen sowie der Justizvollzugsanstalt Landshut.

Sinn der jährlichen Sicherheitskonferenzen ist es eventuelle Sicherheitslücken aufzuspüren und, wenn nötig, zu schließen. Da gibt es in Taufkirchen aber seit Jahren kein Problem. Die letzte echte Entweichung aus der Einrichtung ist über zehn Jahre her. Im Jahr 2014 kam es zu insgesamt drei Lockerungsmissbräuchen (Verstoß gegen gewährte Freizügigkeiten, wie z.B. Ausgang im Klinikgelände). Dabei kamen alle drei Patientinnen freiwillig wieder zurück, zwei sogar bereits nach wenigen Stunden. Die dritte Patientin war etwa einen Monat auf freiem Fuß, stand während dieser Zeit aber regelmäßig in telefonischem Kontakt mit Mitarbeitern der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, bevor sie sich selbst bei einer Polizeidienststelle stellte und um Rückkehr nach Taufkirchen bat.

Vorgestellt hat die Klinik alle „besonderen Vorkommnisse“, wobei es sich dabei vor allem um suizidale Handlungen und Übergriffe von Seiten der Patientinnen handelte. Dabei sorgen einige wenige Patientinnen für den Großteil aller Vorfälle. „Es ist nicht leicht für die Mitarbeiter immer wieder auf diese Frauen zuzugehen“ so Pflegedienstleiter Günther Badura. Verena Klein, Leiterin des Maßregelvollzugs, ergänzt, dass „diese schwierige Aufgabe trotzdem mit hohem Engagement von allen Berufsgruppen“ erledigt werde.

Am Ende der Sicherheitskonferenz besichtigten die Teilnehmer noch den neuen „Time-Out-Raum“. Dieser ist so konzipiert, dass darin Aggressionen abgebaut werden können, ohne dass es zu Selbstverletzungen kommen kann. Eine endgültige Beurteilung steht noch aus, „die ersten Erfahrungen“ sind aber durchaus positiv, so Hermann Schmid, Pflegedirektor der Taufkirchener Klinik. Einzelne Patientinnen profitieren von dieser zusätzlichen therapeutischen Möglichkeit und nutzen den Raum auch auf eigenen Wunsch. Wie schon seit Eröffnung der Frauenforensik im Jahr 1998 festzustellen war: Die Bevölkerung war auch im Jahr 2014 nie gefährdet. Die Einbindung der forensisch untergebrachten Frauen in die Gemeinde Taufkirchen ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Diese Einschätzung teilt auch Ulrich Milius, Leiter der Polizeiinspektion Dorfen: „Die Zusammenarbeit zwischen der Klinik und der Polizei ist gewohnt gut. Die hohe Qualifikation der Klinikmitarbeiter garantiert einen hohen Sicherheitsstandard, der seit vielen Jahren gegeben ist“.

 

Herzliche Grüße

Henner Lüttecke

kbo-Isar-Amper-Klinikum gemeinnützige GmbH

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Interne Kommunikation

Henner Lüttecke

Vockestraße 72

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Tel: 089 4562 - 2822

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