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Forensik und Sicherheit

 

 

 

Vorfälle, bei denen strafrechtlich untergebrachte, psychisch kranke Rechtsbrecher als "Freigänger" erneut straffällig werden, schüren Ängste und Besorgnisse der Bevölkerung im Einzugsgebiet forensischer Kliniken und Abteilungen. Spektakuläre Ausbruchserie psychisch kranker Straftäter aus forensischen Abteilungen bayrischer Bezirkskrankenhäuser in den vergangenen Jahren haben die öffentliche Diskussion über die Gefährdungsrisiken eines auf Therapie und Rehabilitation orientierenden Strafvollzuges angefacht.


Die forensische Abteilung für Frauen am Isar-Amper-Klinikum Klinik Taufkirchen hat jedoch für die Ortsansässigen keine außerordentlichen Sicherheitsrisiken gebracht. Zum einen gibt es unter den straffällig gewordenen psychisch kranken Frauen in der Regel keine  Sexual-straftäterinnen. Gewalttaten bei Frauen sind in der Regel sogenannte "Beziehungstaten", d.h. die Gewalt richtet sich gegen Personen, zu denen eine persönliche Beziehung besteht/bestand, z.B. im Rahmen der Familie oder einer Partnerschaft infolge von Enttäuschungen, Demütigungen oder Gewaltanwendung durch den Partner.

Die Gewährung von Freizügigkeiten (Geländeausgang in Begleitung, in Gruppe, allein etc.) erfolgt nach einem bayernweit einheitlichen Stufungssytem gemeinsam durch alle an der Behandlung beteiligten Personen z.T. unter Einschluß der zuständigen Polizeibehören und/oder Strafvollstreckungskammern. Vor einer Entlassung aus dem Maßregelvollzug erfolgt eine gründliche Begutachtung, auf deren Grundlage die zuständige Strafvollstreckungskammer - in der Regel mit Bewährungsauflagen bezüglich weiterer Therapien - ihre Entscheidung trifft.

Auch die Tatsache, dass seit 1998 strafrechtlich Untergebrachte drogenkranke Frauen in Taufkichen  behandelt werden, hat ausweislich polizeilicher Statistiken nicht zu einem Anstieg der Drogenkriminalität geführt. Diese hat in Taufkirchen keinen höheren Stellenwert als in vergleichbaren anderen Orten des Landkreises.

„Die forensische Frauenabteilung am Isar-Amper-Klinikum Klinik Taufkirchen/Vils hat keine besonderen Risiken für die Bevölkerung Taufkirchens und der Umgebung mit sich gebracht. Das lässt sich nach nunmehr elf-jähriger Erfahrung feststellen. Seit Eröffnung der Abteilung 1998 kam es in keinem Fall (auch nicht im Rahmen von Entweichungen) zu irgendwelchen Risiken für die Bevölkerung. Abgesehen von wenigen Fällen „echter Entweichungen“ handelt es sich bei den (durch uns der Polizei zu meldenden und z.T. im Polizeibericht auftauchenden) Vorkommnisse um den Missbrauch sog. „Lockerungen“ (z.B. Ausgangszeit überziehen).

 

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